Unsere Geschichte

Unsere Geschichte

Die Unabhängige Liste Weissach und Flacht vertritt seit 25 Jahren die Interessen der Bürgerinnen und Bürger im Gemeinderat. Hier erzählen wir die Geschichte unserer Wählervereinigung – und warum ein Golfplatz unsere Gründung maßgeblich beeinflusste.


Von Golfplatzgegnern zu Gemeinderatsrednern

Anfang des Jahres 1991 wurde durch einen Zeitungsbericht bekannt, dass der damalige Böblinger Landrat sich mit den Heidelberger Zementwerken in Verhandlungen befand, um auf deren Weissacher Gelände in den Gewannen Bonlanden / Hoher Acker / Winterrain einen mehr als 60 Hektar großen Golfplatz anzulegen.

Auch der damalige Weissacher Bürgermeister war diesem Ansinnen offenbar sehr zugeneigt und bald schon gründete sich – durch die günstigen Voraussetzungen bedingt – ein Golfclub.

Schnell war vielen Weissacher und Flachter Bürgerinnen und Bürgern klar: Wenn diese wunderschöne Heckengäulandschaft zum Golfplatz umgebaut wird, ist sie in ihrem Charakter zerstört und als Naherholungsgebiet für die Allgemeinheit verloren. Zudem hätten die Landwirte rund 60 Hektar Nutzfläche aufgeben müssen.

Einige engagierte Bürgerinnen und Bürger aus Weissach und Flacht, Landwirte und BUND-Mitglieder gründeten daraufhin eine Bürgerinitiative, um für den Erhalt dieses Gebietes als Naherholungsgebiet und landwirtschaftliche Nutzfläche einzutreten.

Bei den Aktionen gegen den geplanten Golfplatz zeigte sich bald immer deutlicher, dass die Bürgerinnen und Bürger durch die Gemeindeverwaltung und den Gemeinderat nur mangelhaft über den Sachverhalt und den Stand der Entwicklung informiert wurden. Vieles wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit beraten und geplant.

Wir erlebten in dieser Situation, wie ohnmächtig die Bevölkerung einer Gemeinde ist, wenn sie bei Planungen von so weitreichenden Eingriffen in die Landschaft keine Möglichkeit hat, ihre Meinung und ihre Bedenken zu äußern. Unweigerlich stellte sich das Gefühl ein, dass hier offensichtlich vollendete Tatsachen geschaffen werden sollten. Sehr viele Mitbürgerinnen und Mitbürger in unserem Ort bekamen den Eindruck, von den gewählten Volksvertretern nicht ernst genommen zu werden.

Kein Golfplatz in Weissach-Flacht

Die Bürgerinitiative "Kein Golfplatz in Weissach und Flacht" erzwang schließlich, durch die Unterschriften von 1.098 Bürgerinnen und Bürgern, eine Bürgerversammlung zum Thema Golfplatzbau. In der völlig überfüllten Weissacher Festhalle war dann die Stimmung eindeutig: Die überwältigende Mehrheit der Anwesenden war gegen das Vorhaben. Dies führte letztendlich dazu, dass die Pläne für den Golfplatz aufgegeben wurden.


Gründung der Liste

Nach dem erfolgreichen Ende der Bürgeraktion gegen den Golfplatz stellte sich für viele von uns die Frage, wie wir uns weiter in der Kommunalpolitik engagieren konnten. Uns war klar, nur im Gemeinderat haben wir die Möglichkeit, bei Planungen und Entwicklungen in der Gemeinde mitzuwirken und Positives für Mensch und Umwelt zu leisten. Die Gründung einer eigenen Wählervereinigung, in der jeder gehört und ernst genommen wird und wo die Entscheidungen basisdemokratisch zum Wohle aller getroffen werden, schien uns die beste Alternative zu sein.

Unabhängige Liste Weissach und Flacht

Am 22. Februar 1994 war es dann soweit. Die Unabhängige Liste Weissach und Flacht wurde gegründet. Am 12. Juni 1994 zogen zum ersten Mal zwei unserer Kandidaten in den Gemeinderat ein. Seitdem sind wir ohne Unterbrechung im gemeinsamen Weissacher und Flachter Gemeinderat vertreten.


Politische Kraft im Gemeinderat

Bei der Wahl am 13. Juni 2004 kandidierten wir das erste Mal auch für den Ortschaftsrat in Flacht. Bis zu dessen Auflösung 2014 stellten wir dort zuerst einen, dann drei Ortschaftsräte. In der Legislaturperiode von 2004 bis 2009 bildeten unsere beiden Gemeinderäte eine gemeinsame Fraktion mit den zwei SPD-Gemeinderäten. Am 13. Juni 2009 konnten wir bei der Gemeinderatswahl einen Sitz hinzugewinnen, außerdem entfiel ein Ausgleichssitz auf unsere Liste, sodass wir nun vier Gemeinderäte stellten. Als ständigen Gast nahmen wir die einzige SPD-Gemeinderätin bis zu deren Ausscheiden in unsere Fraktion auf. Bei der Wahl am 25. Mai 2014 konnten wir unser Wahlergebnis um etwa 5 % auf 24,11 % der Wählerstimmen verbessern und sind wiederum mit vier Sitzen im Gemeinderat vertreten.

Obwohl wir nur eine kleine Gemeinderatsfraktion sind, konnten wir doch in der zurück liegenden Zeit viele Anstöße geben und durch sachliche und geschickte Argumentation und Beharrlichkeit einige unserer Anträge zum Erfolg bringen – so zum Beispiel

  • die Bezuschussung von Regenwasserzisternen und Solaranlagen,
  • Verbesserungen für die Fußgänger,
  • flächendeckende Tempo-30-Zonen in den Wohngebieten,
  • die Schaffung der Stellen der Gemeindejugendreferenten oder
  • die kostenlose Zustellung des Mitteilungsblattes der Gemeinde ab 1. April 2010 an alle Haushalte.

UL-Collage


Und wie geht's weiter?

Auch für die kommende Wahlperiode (2019-2024) haben wir ein umfassendes Programm ausgearbeitet und treten mit 18 engagierten Kandidatinnen und Kandidaten zur Gemeinderatswahl am 26. Mai 2019 an.

Unser starkes Ergebnis von 2014 möchten wir mit Ihrer Hilfe nochmal verbessern!