In diesem Jahr war beim Regionalmarkt Heckengäu alles anders: Nach dem Standortwechsel stand die Traditionsveranstaltung vor einer grundlegenden Neuausrichtung. Die intensive Vorbereitung und das Ausarbeiten des neuen Konzepts kosteten im Vorfeld viel Zeit und Mühe. Doch für uns von der UL war es eine absolute Herzensangelegenheit, dieses traditionsreiche Event für unsere Gemeinde zu erhalten und zukunftsfähig aufzustellen.
„17. Regionalmarkt Heckengäu: Gelungener Neustart mit bestem Spätsommerwetter“ weiterlesenJahr: 2026
Premiere in der Strudelbachhalle
17. Regionalmarkt Heckengäu mit Rekordbeteiligung
Nach einer Zitterpartie seit dem vergangenen Jahr, als der gewohnte Standort in der Strickfabrik kurzfristig wegfiel, steht fest: Der Regionalmarkt Heckengäu hat eine Zukunft – und feiert in diesem Jahr am Samstag, 26. September 2026, von 12 bis 18 Uhr seine Premiere in der Strudelbachhalle in Weissach.
Rückblick: der Weg unseres Trinkwassers
Nachdem wir uns in diesem Jahr verstärkt dem Thema Wasser widmen, stand am Dienstag, den 19. Mai 2026 eine weitere Veranstaltung auf dem Programm: eine Führung durch die Wasserwerke in Weissach und Flacht mit spannenden Einblicken in unsere lokale Trinkwasserversorgung.
Eigenes Wasser – ein großer Vorteil für unsere Kommune
Was viele vielleicht gar nicht wissen: Sowohl in Weissach als auch in Flacht verfügen wir über eigene Quellen und Tiefbrunnen. Damit deckt unsere Gemeinde rund 70 % des Trinkwasserbedarfs selbst – ein großer Vorteil, gerade in Zeiten zunehmender Trockenheit und wachsender Anforderungen an die Wasserversorgung.
Der restliche Anteil wird über den Hochbehälter in Flacht mit Bodenseewasser ergänzt. Aktuell werden etwa 6 l/s aus dem Bodensee zugemischt, möglich wäre jedoch eine deutlich höhere Bezugsmenge (bis zu 25 l/s). Gerade in den Sommermonaten – etwa durch Gartenbewässerung – steigt der Verbrauch spürbar an.
Unsere Gruppe mit rund 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmern erhielt während der gesamten Führung einen direkten Einblick, wie diese Versorgung im Alltag sichergestellt wird.
Von der Quelle bis zum Wasserhahn
Besonders anschaulich wurde der Weg des Wassers erklärt:
- Quelle in Weissach:
Die Quellfassung am Ende von Weissach neben dem Strudelbach liefert etwa 12 l pro Sekunde. Diese sogenannte Schüttung ist nicht konstant, sondern schwankt je nach Witterung und Jahreszeit. - Tiefbrunnen:
Das Wasser wird von dort über zwei Tiefbrunnen für eine verlässliche Versorgung gefördert, da sie unabhängig von kurzfristigen Wettereinflüssen Wasser aus tieferen Grundwasserschichten fördern. Auch in Flacht fördert der Tiefbrunnen nochmals ca. 14 l/s. - Laufende Kontrolle:
Die Wasserqualität wird kontinuierlich überwacht – ein Aufwand, der oft unsichtbar bleibt, für unsere Gesundheit aber entscheidend ist.




Aufbereitung: moderner Standard für unsere Gemeinde
Bevor das Wasser bei uns zu Hause ankommt, durchläuft es mehrere Aufbereitungsschritte:
- Kiesfilteranlage im Weissacher Wasserwerk:
Hier werden zunächst Schwebstoffe und gröbere Partikel entfernt. Ein Umbau und der Einsatz von Ultrafiltration soll auch hier in den nächsten Jahren erfolgen. Das hier gefilterte Wasser wird anschließend zur Enthärtung nach Flacht gepumpt. - Ultrafiltration:
In Flacht kommt bereits moderne Membrantechnik zum Einsatz, die selbst feinste Bestandteile aus dem Wasser filtert, das hier gefördert wird. - Mechanische Enthärtung in Flacht:
Unser Eigenwasser ist mit 30 Grad deutscher Härte (°dH) vergleichsweise hart. Deshalb wird es zentral enthärtet, damit es im Alltag besser nutzbar ist und Leitungen sowie Haushaltsgeräte geschont werden.



Mischung und Speicherung
Nach der Aufbereitung gelangt das Wasser in den Hochbehälter in Flacht. Dort wird es im Verhältnis von etwa 7 : 3 (Eigenwasser zu Bodenseewasser) gemischt, bevor es ins Leitungsnetz eingespeist wird.
Der Hochbehälter übernimmt dabei eine wichtige Funktion: Er gleicht Verbrauchsschwankungen aus und sorgt dafür, dass jederzeit ausreichend Wasser zur Verfügung steht.
Insgesamt wurde deutlich, wie viel Technik, Fachwissen und Organisation notwendig sind, damit bei uns ganz selbstverständlich jederzeit sauberes Trinkwasser aus dem Hahn kommt.
Ein besonderer Dank gilt Herrn Härich, der uns mit viel Fachwissen und spürbarer Begeisterung durch die Anlagen geführt hat.
Fazit: Wasser ist keine Selbstverständlichkeit
Die Besichtigung hat eindrucksvoll gezeigt, wie aufwändig und gleichzeitig zuverlässig unsere Wasserversorgung organisiert ist.
Eine intakte lokale Wasserinfrastruktur, eigene Ressourcen und ein bewusster Umgang mit Wasser sind keine Selbstverständlichkeit – sondern eine wichtige Aufgabe für unsere Gemeinde und ein Thema, mit dem wir uns auch künftig weiter beschäftigen werden.
Windkraft im Heckengäu: Informationen, Auswirkungen und offene Fragen für Weissach und Flacht
Die Energiewende stellt auch unsere Gemeinde vor grundlegende Herausforderungen. Eine zeitnahe, zugleich aber gut durchdachte Umsetzung ist unabdingbar, um den Strombedarf heutiger und künftiger Generationen sicher zu decken. Dabei geht es nicht nur um die Frage des „Ob“, sondern vor allem um das „Wie“ – also darum, wie die notwendigen Maßnahmen mit den örtlichen Gegebenheiten, dem Schutz von Natur und Landschaft sowie den Interessen der Bürgerschaft in Einklang gebracht werden können.
Anträge zum Haushalt der Gemeinde Weissach 2026
Lesen und downloaden Sie hier unsere Anträge sowie die Rede zum Haushalt 2026 der Gemeinde Weissach für die Unabhängige Liste Weissach und Flacht.
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